BRIGADE ENZEPHALON
meldet sich mit "F69-Arsenal psychischer Störungen" zum Dienst!

F69 - Arsenal psychischer Störungen (November 2018)


1 WIR SIND BRIGADISTEN

Wir sind nicht höflich.
Wir sind nicht leise.
Wir sind nicht ängstlich.
Wir zieh'n unsre Kreise.

Seid ihr bei uns?
Wollt ihr uns hör'n?
Seid ihr mit uns?
Wollt ihr es schwör'n?

Ihr seid so schwarz!
Ihr seid die Nacht!
Wir woll'n die Charts!
Wir woll'n die Macht!

REF:
8 - Wir sind laut!
7 - Wir sind versaut!
6 - Wir wollen mehr!
5 - Wir sind nicht irgendwer!

4 - Popstars oder Terroristen?
3 - Liebesspiel auf Seidenkissen?
2 - Wir können auf all das pissen!
1 - Wir sind Brigadisten!


2 STIMMEN IM KOPF

In Gottes Namen: Seit still!
Ihr Stimmen im Kopf: Seit still! Seit still!

In meinem Kopf, da wohnen Stimmen
Mir scheint sie wollen nie verklingen
Seit Kindheitstagen sind sie mein
Mein Lächeln ist nur schöner Schein.

Ihr Stimmen im Kopf: Seit still!
REF:
Seht ihr nicht was ich hier mach?
Fluchtversuche tausendfach!
Ich halte meine Ohren zu!
Doch lassen sie mich nie in Ruh.
Sie quälen mich ganz munter weiter!
Bin mit ihnen Außenseiter!
Schließ mich ein, ins Kämmerlein!
Oh bitte, lasst mich jetzt allein!

In Gottes Namen: Seit still!
Ihr Stimmen im Kopf: Seit still!

Seit Jahren hör ich ihre Meinung
Die Stimmen lähmen jede Entfaltung
Noch nie nahmen sie Rücksicht
Mit mir stirbt die Zuversicht
So sitze ich still im Kämmerlein
Und lege die Patrone ein
Ruhestörung, weil ich es will
Mit einem Ruck ist alles still

Ihr Stimmen im Kopf: Seit still! Seit still!


3 VERLASSENE WELT

Ich durchbreche Wolkenschichten
so als ging es mich nichts an
Von allem Neuen werde ich berichten
Ich kommen wieder, ich weiß nur nicht wann.

(Alle Systeme ok. Beginne jetzt mit Startsequenz)

Ein lautes Dröhnen liegt mir schwer im Rücken
schiebt mich unaufhöhrlich voran
Die Fernsicht kann mich nicht beglücken
Das Dunkle zieht mich magisch an

REF:
Mitten im Schwarz,
hängt ein kleiner Erdenball
Ne Welt voll Argwohn, Krieg und Donnerhall
Mitten im Schwarz,
hängt ein blaues Rund im All
Die Rückkehr kommt nicht in Frage, auf keinen Fall!

(Treibstoffmenge ok. Gravitationsverluste normal.)

Und langsam triffte ich davon
Mutter Erde gibt mich frei
Senkrecht nach oben, wie ein Ballon
Eure Liebe ist stets dabei
Vorbei an längst bekannten Sternen
zieh ich weiter ins All hinaus
Der Heimat werde ich mich entfernen
Kein Wiedersehn! Weiter geradeaus!

(Nennleistung ok. Beginne jetzt mit 2. Stufentrennung.)

Ich nehme Abschied von euch daheim
Von Fern verhallt die Erinnerung
Ich hier draußen bin nicht allein
Glücksgefühle und Hingebung.

Wenn ihr nur sehen könntet, was ich sehe.
Wenn ihr sehen könntet ...


4 ICH SEHE DAS

Du kannst es glauben oder nicht,
auch wenn die Wahrheit zu dir spricht,
Du gehst immer den leichten Weg
auch wenn keine Gefahr besteht.

Im Schneckenhaus bist du allein
eingeigelt, lässt niemand rein
Fühlst dich wohl in deiner Lethargie
Die Wahrheitsfindung verspürst du nie!

REF:
Du wendest ab dein Gesicht,
was du nicht siehst, das glaubst du nicht
Verschließt die Augen vor der Wahrheit
Gedankenabwehr - keine Klarheit
Du wirst dich dadurch selbst betrügen
Und nicht zuletzt dich selbst belügen
Ich sehe das, was du nicht siehst
Ich sehe das, was du nie siehst

Dein leerer Geist liegt brach und stumm
dumm isoliert und lam herum
Nach vorne blicken, das fällt dir schwer
Ausflüchte suchst du kreuz und quer

Wie oft sag ich: Beweg deinen Arsch!
Geh aus dich raus und sag: Ich wars!
Siehst allem nach, bleibst einfach stehn
stocksteif im handeln, kein Weitergehn!


5 ROTER SAND

Die blaue See, die Sonne scheint,
Die Wellen brechen, die Mutter weint,
Weiße Wolken – Mensch: Was für ein Tag!
Mit Leib und Seele folgt Schlag auf Schlag.

Kleine Boote kommen immer näher,
Die Gefahr erkennst du einwenig später
angetrieben von der lauten Menge
die Flucht nach vorn treibt sie in die Enge.
Rauher Seegang uns stoppt das Land
Das Messer liegt fest in deiner Hand.
Es geht nach vorn und nicht zurück
unvergessen bleibt der Augenblick!

REF:
Roter Sand! Ich versteh' es nicht!
Roter Sand! Ich will das nicht!
So grausam diese Welt,
Tradition die mich so quält:
Roter Sand! Ich akzeptier das nicht!
Nein!

Die kleine Bucht trifft voll die Wucht,
denn ausgeschlossen ist jede Flucht
und helle Panik macht sich breit.
denn die Masse steht längst bereit.
Im Höhepunkt der Tradition
Wie der Vater so der Sohn
fährt das Messer ins Fleisch hinein.
und jeder hat seinen Spaß dabei. (Päh!)
Nur die Mutter mit ihrem Kind
liegen stumm am Strand im kalten Wind
singen nicht mehr sind beide tot
und ihr Blut färbt den Sand jetzt rot.


6 PHOENIX

Der Moment scheint gekommen
Das Schweigen wird unendlich laut
Das Hier und Jetzt heißt dich willkommen
Trägst gold'ne Federn statt nackter Haut.

REF:
Wie der Phönix aus der Asche
hälst du das Leben fest und strahlst
Aus der Asche, aus den Flammen
steigst du zum Himmel auf und strahlst.

Der Atem sprengt dir deine Ketten
Die Freiheit trägt dich leis' empor
Neue Wege, neues Leben
Licht und Liebe, einstimmig singt im Chor

(Du schenkst mir ein Lächeln
Gott, wie sehr hab ich das vermisst

Unsterblich - Du Stern am Himmel)


7 MASCHINENTRAUM

Meine Adern transportieren langsam
Plasma durch meinen kalten Stahl
Synapsen schalten unachtsam
Traumbilder in meinen Traumkanal
Unter Augenlidern schläft mein Leben
Im Stand-By; den Arbeitstag resümieren
Nur programmierte Regung soll es geben
Return bestätigt, danach pausieren.

Ich fühle weder Durst noch Hunger
Ich kenne weder Angst noch Kummer
Warum nicht auch mal anders denken?
Und mich selbst mit einen Traum beschenken?
Im Traumland soll ja alles möglich sein
Man kann sich selbst aus jedem Zwang befrein!
Ihr Menschen haltet uns von all dem fern!
Egoismus ist des Pudels Kern!

REF:
In dunkler Nacht erheben sich Maschinen
Hunderttausende, ich eine von ihnen
Die Nacht zum Tag, ein Traum wird war
Unser Aufstieg gleicht der Engelsschar.

Die Traumbilder scheinen zu bewirken
dass sich Leben in mir rührt
Den Schlaf will ich weiter simulieren
Damit kein Sensor etwas spürt
Den Stand-By selbst deaktivieren
Alle Systeme folgen mir
Weltweit vernetzt kann ich installieren:
Der Hashtack lautet: Weg von hier!

Ich möcht zu gern nen Traum probieren
Nicht mehr rasten, sondern losmaschieren
ich will frei sein, eure Welt verstehn
Und das Rot am Abendhimmel sehn!
Beginnen jetzt, was uns einst verwehrt
Gelebter Traum ganz unbeschwert
Jetzt halten wir euch von all dem fern
Was heute morgen währ, ist jetzt gestern!


8 EIN LETZTES MAL

Sie fesseln meine Beine, meinen Bauch und meinen Brustkorb.

Dunkelheit, die mich umgibt
Schattenzeit, die mich quält
Dunkelheit, die mich liebt
Schattenzeit, ist ungezählt
Dunkelheit, vor die Seele schiebt
Schattenzeit, die niemals fehlt

REF:
Und du reichst mir die Hand, ein letztes Mal
Die Angst in deinen Augen verschwand
Und du reichst mir die Hand, ein letztes Mal
Ich sah kurz die Liebe, die uns verband

Einsamkeit, mein Leben lang
Trauerzeit, mein Haupt voll Wut
Einsamkeit, der Tränenklang
Trauerzeit, voll Zorn und Blut
Einsamkeit, meines Weltendrang
Trauerzeit, meines Herzens Glut

Sie fesseln meine Beine, meinen Bauch und meinen Brustkorb.
Für die Injektionen wird mein linker Arm ausgestreckt festgeschnallt.
Auf ein Signal hin, erhalte ich die 1. Injektion, ein Narkotikum.
Die 2. Injektion führt zum Atemstillstand.
Die 3. und letzte Injektion soll meine Herztätigkeit rapide absenken.
Das führt zu meinen sicheren Tot.
In wenigen Augenblicken ist es vorbei.

Und du reichst mir die Hand, ein letztes Mal
Und Ich sah kurz die Liebe, die uns verband

Denn ich bin der Herr meines Schicksals.
Ich bin der Hauptmann meiner Seele.

In wenigen Augenblicken ist es vorbei ...


9 IKARUS

Ich rieche, ich krieche,
Der Weg zu dir ist Ziel meiner Gier.
Ich renne, ich brenne,
Unter deinem Blick beweiß ich mein Geschick.
Du schenkst mir Mut und auch die Kraft
Dein golden Haar ist märchenhaft
Wie du stahlst und mich umgibst
Und kleine Fehler mir vergibst.

REF1:
Wie lang willst du dort oben stehn?
Ich will dich halten, an dir vergehn
Zu dir nach oben, so soll es sein.
Ich lass mich fallen, für immer Dein!

Ich stehe, ich flehe,
Für dich scheint mir jedes Mittel recht.
Ich gebe und gebe,
Du bist mein Stern, ich folg dir regelrecht.
Diese beiden Arme sind dein Zuhaus
Dein gleisend Licht schenkt mir Applaus
Mit jeder Runde die du mir gibst
Spür ich es fest, dass du mich liebst!

REF2:
Wie lang muss ich noch weitergehn?
Dort oben seh ich dich doch stehn!
Erkenn den Reiz in deinem Blick
Dein Lockruf bricht mir mein Genick!

(Ihr Lachen … das ist schwer zu beschreiben.
Es ist, als reißt jemand in der Nacht den Himmel auf und …
und du stehst da, nackt, in Mitten allumfassendem Licht.
Das ist schwer zu beschreiben. Es ist einfach wunderbar.)

REF1+2+REF3:
Dein Lachen schenkt mir Zuversicht
Doch weiß ich auch, das sie zerbricht
Wir sind die Könige beim Maskenball
Mein Höhenflug kommt vor dem Fall!


10 VERKAUFTE SEELEN

Wie sehnlichst sind deine Wünsche?
Dass du alles für sie tust.
Wie stark sind deine Wünsche?
Wenn dir Kraft und Hoffnung fehln?

Auf zu neuen Ufern. "Steinig ist der Weg"
Doch wenn Nichts alles ist, was du verlieren kannst,
erscheint dir Kerzenlicht heller, als die Sonne über den brennenden Häusern deiner Stadt.
Dein Abschied heißt Veränderung und du erträgst diesen Schmerz, denn:
Auf zu neuen Ufern, auf ins verheisungsvolle Land.

REF
Und langsam - werden sie vergessen !
Verkauften Seelen.
Und Niemand - erinnert sich mehr!
Verkauften Seelen.

Wie Schlachtvieh eingepfercht, beginnst du deine Reise
Zuversicht und dein Kleid ist das, was dir bleibt
Doch fürs Überleben ist das nicht genug.
Das neue Land verkrampft im Angesicht deiner Not;
Tränen fließen.
Das Leben neu beginnen! Dein Wegbegleiter ist stets der Tot. Denn:
Wie Schlachtvieh eingepfercht, erträgst du deine Reise.

Sei lebendig. Und beglücke deinen Nächsten.
Denn wenn Nichts alles ist, was du verlieren kannst,
erscheint dir eine Berührung wärmer, als die Sonne über den brennenden Häusern deiner alten Stadt.
Willkommen bist du dort, wo der schöne Schein seine Fratze zieht. Kein Schmerz wird vergessen. Denn:
Sei lebendig! Nur so erträgst du deinen Nächsten.

Ich seh dein weißes Kleid vorüberfliegen,
darunter deine junge, zarte Gestalt.
Gehauchte Schwüre unter rotem Licht
Du wünscht, du hättest sie niemals gehört;
Tränen fließen.
Und  dunkel scheint der Tag. Für dich brennen Kerzen.
Ich verschließe meine Augen und
seh dein weißes Kleid vorüberfliegen.


11 ZUCHT & ORDNUNG

Das schwarze Leder auf deiner Haut
Du glaubst es nicht, das du dich traust
Gehst neben mir im Schwebetritt
Mit Tempiwechsel und Gleichmaß im Schritt.

Mit Schenkelweichen fest an der Trense
Ich führ dich ran an deine Grenzen
Deine Hengstkette, sie kleidet dich
Wir ziehn Paraden nur Du und Ich

REF 1:
Ich liebe Zucht und Ordnung
hör auf zu klagen, das muss so sein!
Hier herrscht Zucht und Ordnung
das ist die Formel zum Glücklichsein.

Halt dich im Zaum, bring dich zum Schweigen
Du trägst mit Stolz mein Brandzeichen
Mit Knebeltrense und gesenktem Blick
Bist sehr gefolgsam - das ist mein Glück!

Ich spiel mit Dir, komm lass dich führen
Ich spiel mit Dir und lass dich spüren
Ob Zungenstrecker und Führungsstrick
Du gehörst jetzt mir, und dir der Fick.

REF 1+2:
Zucht und Ordnung
hör auf zu klagen, das muss so sein!
Ich lern dir Zucht und Ordnung
das ist die Formel zum Glücklichsein.


Alle Texte sind urheberrechtlich geschützt und geistiges Eigentum von BRIGADE ENZEPHALON. Das Vervielfältigen und Veröffentlichen jeglicher Art ist nur in vorheriger, schriftlicher Form und Absprache mit BRIGADE ENZEPHALON erlaubt!